23. April 2026

KUB Serie 5 Fragen

5 Fragen an...

Elke Eichmann

Welchen Stellenwert hat für Sie die Mitgliedschaft in der KUB?

Das berufliche Netzwerk ist für mich sehr wichtig und ich schätze den Austausch sehr.
Wir werden alle gemeinsam besser, wenn wir Erfahrungen teilen und uns auf Neuerungen aufmerksam machen. Ich bin seit kurzem Mitglied bei der KUB und hoffe, dass so auch viele neue persönliche Begegnungen dazukommen.

 

Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Spass?

Als Architektin freue ich mich immer, wenn etwas Neues entstehen und dabei ein Beitrag zur Baukultur gemacht werden kann. Auch die Bauträger können hier ihren Teil beisteuern. Wir suchen dazu den Dialog mit allen Beteiligten. Gemeinsam können tolle Lösungen bei komplexen Problemen erreicht werden und vielfach entsteht damit auch ein im Team ein besseres Projektverständnis.

 

Welches Gebäude auf der Welt imponiert Ihnen am meisten?

Während meiner Zeit als Architektin durfte ich mit einigen führenden Autorenarchitekten zusammenarbeiten (Adolf Krischanitz, Meili Peter Architekten, agps architecture). Selbstverständlich sind mir die Projekte, welche in dieser Zeit entstanden sind, sehr nahe. Noch heute beeindruckt mich die Energie und Sorgfalt, welche dabei in der Zusammenarbeit, im Entwurf und in der Umsetzung gemeinsam verfolgt worden sind. Der Dialog mit allen Beteiligten hat dabei stets eine wesentliche Rolle gespielt.

Neben diesen persönlichen Erfahrungen interessiert mich Architektur überall, wo mich meine Reisen hinführen. Vergangenes Jahr durfte ich das Teehaus in Porto von Alavro Siza erleben und habe Freunde in der Unité d’Habitation von Le Corbusier besucht. Beide Bauwerke zeigen wunderbar den Entwurfsgedanken der Moderne und demonstrieren, dass mit suffizienten Konstruktionsansätzen auch nachhaltig Baukultur geschaffen werden kann.

 

Welches Thema beschäftigt Sie beruflich derzeit vor allem?

Die Planungs- und Bauwelt wird immer komplexer und Standardlösungen führen nicht immer zum Ziel. Dafür braucht es neben der Ausbildung viel Erfahrung und Fachwissen. In unserem Unternehmen ist daher der Wissenstransfer ein wichtiges Thema. Es ist mir und meinem Büropartner Patrik Hämmerle wichtig, der nächsten Generation dieses Wissen weiterzugeben und sie insbesondere im Prozessdenken und -Design zu schulen.

 

Wo liegen die künftigen Herausforderungen für Bauherrenberaterinnen und -berater?

Die Projektdefinitionen zu Beginn werden immer anspruchsvoller, hier werden wesentliche Weichen gestellt. Nach wie vor sind die meisten Bauprojekte Prototypen, es gibt wenig Wiederholungen. Hier die richtige Flughöhe zu Beginn einzustellen ist anspruchsvoll. Zu guter Letzt geht es auch um die Frage: was ist der sinnvolle Projektrahmen? Was ist nötig, was ist suffizient? Mit einer offenen Diskussions- und Kommunikationskultur kann mit der Bauherrschaft in dieser Phase der richtige Prozess definiert werden. Moderationserfahrungen werden daher immer wichtiger.

Elke Eichmann, dipl. Arch. ETN, NDS GL und CEO / Partnerin der Hämmerle Partner AG

Im Rahmen der Serie «5 Fragen an…» stellt die KUB regelmässig neue und bestehende Mitglieder der Kammer mit kurzen Statements vor.